Bekannt ist die japanische Golfmarke Honma für seine hochwertigen Eisen und Hölzer, die in Handarbeit hergestellt werden. Gegründet wurde das Unternehmen 1959 in der Region Sakata. In den letzten Jahrzehnten entwickelte sich das Unternehmen zu einem der größten Golfschlägerproduzenten weltweit. Bis heute wird jeder einzelne Schläger akribisch in Handarbeit angefertigt. Mit dem Gießen, Ummanteln und Polieren der Schlägerköpfe befassen sich über einhundert Schlägerbaumeister. Heutzutage werden die Hölzer größtenteils aus Titan angefertigt, da auch dünn verarbeitetes Titan seine Festigkeit und Stärke nicht verliert. Honma übernahm für die Fertigung der Hölzer aus Titan die Form und Regeln, die bei der Herstellung von Persimmon-Hölzern galten. Das Resultat sind Produkte, die für höchstes Spielvergnügen sorgen. Allerdings liegen die Preise im hochpreisigen Segment, weit über 1000 Euro muss für ein Holz gezahlt werden.

Weiches Eisenmaterial wird für die Herstellung der Schlägerköpfe für Honma-Eisen verwendet. Hergestellt werden die Eisen in verschiedenen Prozessen. Zunächst werden im Gussverfahren die feinen Linien des Master-Modells nachgebaut. Nachdem das Metallgefüge der Schlägerköpfe in einer 300-Tonnen-Presse verbessert wurde, werden im Schmiedeverfahren die Grooves in die Schlagfläche eingearbeitet. Die Oberfläche wird mit zwei Lagen Kupfer sowie einer Lage Nickel veredelt und zum Schluss verchromt. Der Preis für die teuren Eisensätze liegt zwischen 1800 und 3100 Euro für sechs Eisen. Ein kompletter Schlägersatz mit Bag als Sonderedition wird für 43.000 Euro angeboten, günstiger ist das 3-Sterne-Set für 15.000 Euro.

Bereits im Jahr 1973 wurden von Honma erstmals Hölzer mit einem Schaft aus Carbon-Graphit angeboten. Damals waren diese Schäfte eine Neuheit, heute sind diese Schäfte eine Selbstverständlichkeit, sie werden für Driver und Hölzer verwendet. Speziell für Driver und Hölzer haben die Carbon-Graphit-Schäfte spielverbessernde Eigenschaften. Das Patent für die Schäfte ARMRQ meldete Honma im Jahr 1991 an, heute werden die Schäfte, bei denen auch Titan verarbeitet wird, in der achten Generation angefertigt. Eisen werden mit Stahl- oder Graphitschäften angeboten.

30.03.2015